Ruhestörung

Ruhestörung

Hinter den Kulissen von Live- und Musik-Kultur

99: MIt Thala

99: MIt Thala

Noch vor ein paar Jahren schwamm sie bei den Kanarischen Inseln als Tauchlehrerin 40 Meter tief in Schiffswracks umher, aß jeden Morgen Papayas und bekam wenig mit vom Winter ihrer Heimatstadt Berlin. Bis sie mit einem Freund eine Wette einging und sich ein besoffener Tourist vor ihrer Bühne erbrach: Fortan war Schluss mit dem vermeintlichen Paradies. Sie machte sich auf den Weg zurück nach Deutschland und widmete sich mit voller Verve ihrem musikalischen Schaffen. Erfolgreich – Die Kritiken zu ihrem ersten Album „Adolescence“ fielen überaus positiv aus, sie wurde Teil des Wunderkinder-Programms des Reeperbahn Festivals und sogar schon bei BBC1 gespielt. Say hi to Thala!

98: Mit Edwin Rosen

Edwin Rosen macht Musik, die schwere Herzen und versonnene Gemüter im Stroboskoplicht zum Tanz einlädt. Und wenn niemand kommt? Dann flirrt er eben alleine durch den Saal. Sein Song „Leichter / Kälter“ wurde mittlerweile über 12 Millionen Mal gestreamt, seine im Februar anstehende Tour (so die Pandemie-Lage sie denn zulässt) ist restlos ausverkauft und das alles quasi über Nacht. Wir haben mit ihm u. a. über ein interdisziplinäres Kunstverständnis, Umsatzsteuererklärungen und Skateboarding gesprochen, aber auch darüber, wie ihn ausgerechnet ein Videospiel zum Gitarrespielen gebracht hat.

97: Rückblick 2021

Ein Klavier, welches fast eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Nachbarn heraufbeschworen hätte, eine einfache Interviewantwort, die Jahre später immer noch für Unmut beim Interviewten sorgt und eine Pizza im Regen, die zu den ersten Songwriting-Erfahrungen führte: In dieser Folge blicken wir auf ein paar Ruhestörung-Highlights aus dem vergangenen Jahr zurück. Wenn Ihr also erfahren wollt, was es mit der Pizza, dem Klavier und der Interviewantwort auf sich hat, dann seid ihr hier genau richtig.

96: Reeperbahn Festival Jahresrückblick 2021

Der Sekt ist kalt gestellt, das Tischfeuerwerk ist in Stellung gebracht und der dort herausspringende Klee wird vierblättrig sein. Kurz vor Neujahr blicken wir in der letzten Ausgabe Ruhestörung für 2021 noch einmal zurück auf das Reeperbahn Festival, das trotz aller Widrigkeiten auch im zweiten Pandemiejahr stattfinden konnte. Hier erfahrt Ihr mehr über Acts, die schon mehrfach da waren, von Newcomern und Preisabräumern, Organisatorinnen, Panels und Diskussionen und hört Stimmen und Stimmungen verschiedener Besucher*innen.

95: Süßer die Tannen nie jauchzen

Kurz bevor alle wieder grünkohlschwer auf dem Sofa bräsen und das Geschenkpapier sich bis an die Zimmerdecke türmt, zündet diese Folge Ruhestörung noch einmal ganz besinnlich eine Weihnachtskerze an. Wenn Ihr wissen wollt, warum Santas Rentiere eigentlich weibliche Vornamen tragen müssten, Musikempfehlungen jenseits von Mariah Carey sucht und Tipps braucht, mit welchen Sätzen man am galantesten fürchterliche Geschenke quittiert – dann kommt an den Plätzchenteller und lauschet.

94: Mit Dino Brandāo

Das Leben ist ein „Gumpischloss“, eine Hüpfburg, ein „Bouncy Castle“. Genau so heißt die erste Solo-EP des Schweizer Musikers Dino Brandāo, die gerade erst Mitte November erschienen und auf viele offene Ohren gestoßen ist. Brandāo ist in dieser Folge von Ruhestörung zu Gast und erzählt unter anderem, warum es mit der einst angepeilten Skateboarderkarriere nicht geklappt hat, wie ein ominöses Musikprojekt namens „Rosenmeer“ zur Kollaboration mit Sophie Hunger und Faber geführt hat und warum er Musik mag, die einfach „gwagglet“.

93: Mit Amilli

Eine junge Frau kurvt, in einen üppigen, weißen Pelzmantel gekleidet, mit souveränem Blick auf einem Quad durch das eigene Musikvideo. Nicht unbedingt ein Bild, das auf irgendein Fitzelchen Unsicherheit bei der Protagonistin schließen ließe. Doch Amilli, die sich da so selbstbewusst zeigt, ist tatsächlich alles andere als eine „Rampensau“. Wir haben in dieser Folge mit der Musikerin, die 2018 mit ihrer Debutsingle „Rarri“ erstmalig von sich hören machte, über große Überwindungen, erste prägende Musikerinnen und ihre aktuellen Albumpläne gesprochen.

92: Mit Bayuk

Verklärt Ihr gern ein klein wenig die Vergangenheit und sehnt Euch zuweilen zurück nach den Tagen der emotionalen Aufgewühltheit Eurer Teenagerjahre? Dann seid Ihr bei Bayuks Musik goldrichtig. Der gebürtige Tübinger und 90s-Child Magnus Hesse hat in diesem Jahr seine Platte „Exactly The Amount Of Steps From My Bed To Your Door“ veröffentlicht und schwelgt darauf in bittersüßer Nostalgie. Wir haben mit ihm über seine Musik, seine kurze Karriere als Orchestermusiker und die vermeintlich blutleeren Nullerjahre gesprochen.

91: Alle woke oder was? Auswertungen der Keychange Studie

Wie gendergerecht und ausgewogen geht es aktuell hinter den Kulissen der Popwelt zu? Werden mittlerweile rein cis-männliche Festivals eigentlich schon boykottiert? Wie groß sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich Diskriminierungserfahrungen? Und hört man wirklich weniger gern weibliche Stimmen in Musik und Medien oder ist das einfach nur Gewöhnungssache? Diese und noch viel mehr Fragen beantwortet uns in dieser Folge von Ruhestörung die Keychange-Projektleiterin Merle Bremer anhand der Ergebnisse der in diesem Jahr in Auftrag gegebenen Keychange-Studie.

90: Off To Johannesburg

Für diese Folge von Ruhestörung schweifen wir in die Ferne und zwar etwa 13000 Kilometer weit weg nach Johannesburg. Dort findet vom 25. bis 27. November im Rahmen der „ACCES“-Konferenz auch das Reeperbahn Festival International statt, mit dem Ziel, die Musikszene vor Ort zu stärken und mit der hiesigen zu vernetzen. Evelyn Sieber vom Reeperbahn Festival wird auch dabei sein und hat uns vorab erzählt, was da genau in Johannesburg vor sich gehen wird und worauf sie sich besonders freut. Kleiner Spoiler: Das Konzert von Yugen Blakrok. Und mit dieser talentierten HipHop-Künstlerin haben wir uns ebenfalls für diese Ausgabe unterhalten, über die Schwierigkeiten auf ihrem bisherigen Weg, Johannesburg und ein überraschendes Feature, das eine Zäsur in ihrer bisherigen Karriere werden sollte.